Tokenomics — eine Verschmelzung aus „Token“ und „Economics“ (Ökonomie) — ist das Design der Ökonomie eines Krypto-Tokens. Sie umfasst, wie viele Token existieren, wie neue erzeugt oder vernichtet werden, wie sie verteilt wurden und wofür sie innerhalb ihres Projekts tatsächlich verwendet werden.
Sie ist wichtig, weil Angebot und Anreize den langfristigen Wert ebenso bestimmen wie jede Technologie. Ein Token mit geringem Umlaufangebot, für den jedoch eine Flut neuer Token zur Freigabe geplant ist, kann eine starke Verwässerung seines Preises erleben, selbst wenn das zugrunde liegende Projekt erfolgreich ist.
Tokenomics zu lesen bedeutet zu fragen, wer die Token hält, wann große Zuteilungen freigeschaltet werden und ob der Token einen echten Zweck hat oder lediglich existiert, um verkauft zu werden. Schwache oder räuberische Tokenomics kann ein ansonsten vielversprechendes Projekt untergraben.
Rechenbeispiel
Ein Token, bei dem 10 % des Angebots im Umlauf sind und der Rest über zwei Jahre freigegeben wird, steht jahrelangem potenziellem Verkaufsdruck gegenüber.
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Verwandte Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Tokenomics?
Das ökonomische Design eines Krypto-Tokens: sein Emissionsplan, seine Verteilung, Anreize und Verwendungszwecke. Schwache Tokenomics kann ein ansonsten gutes Projekt untergraben.
Ist Tokenomics ein Krypto- oder ein Börsenbegriff?
Es ist in erster Linie ein Kryptowährungsbegriff.
Ist diese Definition von Tokenomics eine Finanzberatung?
Nein. Das Glossar von Market Capitalize ist edukativ — es erklärt Begriffe und Konzepte, ist aber keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Siehe unseren Haftungsausschluss.