Ein Bullenmarkt ist eine längere Phase, in der die Kurse aufwärts tendieren und das Vertrauen der Anleger hoch ist. Es gibt keinen offiziellen Startschuss, aber ein Anstieg von rund 20% oder mehr gegenüber einem jüngsten Tief gilt als übliche Markierung dafür, dass einer im Gange ist. Die Stimmung nährt sich tendenziell selbst: Steigende Kurse ziehen mehr Käufer an, was die Kurse noch weiter nach oben treibt.
Bullenmärkte können sich über Monate oder Jahre erstrecken und dauern oft weit länger, als nervöse Anleger erwarten. Sie enden aber auch. Jeder Bullenmarkt der Geschichte ist letztlich in eine Korrektur oder einen Bärenmarkt übergegangen, und die Wende wird nur selten im Voraus angekündigt. Starke jüngste Renditen sind kein Versprechen für künftige.
Die praktische Lehre lautet, den Trend von der Entscheidung zu trennen. Ein steigender Markt lässt im Nachhinein fast jeden Kauf klug erscheinen, und genau dann zahlt es sich aus, die Positionsgrößen vernünftig zu halten und dem Momentum nicht mit Geld hinterherzujagen, dessen Verlust man sich nicht leisten kann.
Rechenbeispiel
US-Aktien durchliefen in den 2010er-Jahren einen mehrjährigen Bullenmarkt, während Krypto mehrere kürzere, heftigere Bullenläufe erlebt hat, auf die jeweils ein steiler Kursrückgang folgte.
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Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Bullenmarkt?
Eine anhaltende Phase steigender Kurse und optimistischer Stimmung. Das Gegenteil eines Bärenmarkts.
Ist Bullenmarkt ein Krypto- oder ein Börsenbegriff?
Er gilt sowohl für Kryptowährungen als auch für traditionelle Aktienmärkte.
Ist diese Definition von Bullenmarkt eine Finanzberatung?
Nein. Das Glossar von Market Capitalize ist edukativ — es erklärt Begriffe und Konzepte, ist aber keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Siehe unseren Haftungsausschluss.