Der Zinseszins ist die Rendite, die Sie nicht nur auf Ihr ursprüngliches Kapital erzielen, sondern auch auf die Gewinne, die dieses Kapital bereits erwirtschaftet hat. Das Wachstum jeder Periode wird zur Basis hinzugerechnet, sodass das Wachstum der nächsten Periode auf einem größeren Betrag berechnet wird. Mit genügend Zeit wird dieser Schneeballeffekt zum mit Abstand größten Treiber der Anlageergebnisse.
Zeit ist weit wichtiger als die Rendite. Eine bescheidene Rendite, die dreißig Jahre lang verzinst wird, kann eine deutlich höhere Rendite übertreffen, die zehn Jahre lang verzinst wird, weil die späteren Jahre die größten absoluten Gewinne erzeugen. Deshalb ist ein früher Start — selbst mit kleinen Beträgen — so wirkungsvoll.
Derselbe Mechanismus wirkt bei Schulden gegen Sie. Ein Kreditkartensaldo verzinst sich zugunsten des Kreditgebers, und genau so gerät hochverzinste Schuld außer Kontrolle. Der Zinseszins ist neutral; er verstärkt lediglich die Richtung, in die Sie sich ohnehin bewegen.
Rechenbeispiel
1.000 $, die sich mit hypothetischen 8 % pro Jahr verzinsen, wachsen nach 10 Jahren auf etwa 2.159 $ und nach 30 Jahren auf rund 10.063 $ — der größte Teil des Gewinns entsteht spät.
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Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Zinseszins?
Zinsen, die sowohl auf Ihr ursprüngliches Kapital als auch auf bereits angesammelte Zinsen verdient werden. Über lange Zeiträume ist er der wichtigste Treiber des Anlagewachstums.
Ist Zinseszins ein Krypto- oder ein Börsenbegriff?
Er gilt sowohl für Kryptowährungen als auch für traditionelle Aktienmärkte.
Ist diese Definition von Zinseszins eine Finanzberatung?
Nein. Das Glossar von Market Capitalize ist edukativ — es erklärt Begriffe und Konzepte, ist aber keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Siehe unseren Haftungsausschluss.