Liquidität beschreibt, wie leicht sich ein Vermögenswert kaufen oder verkaufen lässt, ohne seinen Preis stark zu bewegen. Ein hochliquider Markt hat viele Käufer und Verkäufer sowie einen engen Spread, sodass ein Handel schnell und nahe am notierten Preis ausgeführt wird. Ein dünner, illiquider Markt bewirkt das Gegenteil.
Liquidität ist gerade dann am wichtigsten, wenn man aussteigen möchte. In ruhigen Zeiten lässt sich selbst ein illiquider Vermögenswert problemlos handeln, doch bei einem Ansturm auf die Ausgänge können dünne Märkte nach unten reißen, weil es zu wenige Käufer gibt, um die Verkäufe aufzufangen. Der Preis auf dem Bildschirm ist nur dann real, wenn jemand bereit ist, zu diesem Preis zu handeln.
Die Ordergröße wirkt mit der Liquidität zusammen: Eine große Order in einem dünnen Markt bewegt den Preis gegen sich selbst, ein Effekt, der als Slippage bekannt ist. Deshalb gehört die Liquidität, nicht nur der Preis, in jede Entscheidung, eine Position einzugehen oder zu verlassen.
Rechenbeispiel
Eine Megacap-Aktie kann eine große Order mit geringer Preisauswirkung aufnehmen, während sich eine Microcap-Aktie oder ein winziger Token beim selben Handel stark bewegen kann.
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Verwandte Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Liquidität?
Wie leicht sich ein Vermögenswert kaufen oder verkaufen lässt, ohne seinen Preis stark zu bewegen. Hochliquide Märkte haben viele Käufer und Verkäufer sowie enge Spreads.
Ist Liquidität ein Krypto- oder ein Börsenbegriff?
Er gilt sowohl für Kryptowährungen als auch für traditionelle Aktienmärkte.
Ist diese Definition von Liquidität eine Finanzberatung?
Nein. Das Glossar von Market Capitalize ist edukativ — es erklärt Begriffe und Konzepte, ist aber keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Siehe unseren Haftungsausschluss.